Buchpräsentation "Unser Leben - ein Wimpernschlag" am 25. April 2020 im Schloss Grafenegg
Buchpräsentation "Unser Leben - ein Wimpernschlag" am 25. April 2020 im Schloss Grafenegg
 

Merci, dass es dich gibt .......

Ein modernes Märchen für eine Bekannte

Es wurde die Aufgabe gestellt, dass dieses Märchen aus mind. 10  Werbetexten zu bestehen hatte.

 

Es war einmal ein einsamer Bauer, der Tag und Nacht auf dem Feld arbeitete, um sich und seine Familie zu ernähren. Weil er so viel zu tun hatte, vergaß er sogar nach Hause zu gehen, um zu essen. Seine Frau kam ihm aufs Feld nach und brachte ihm eine Jause: "Das sagt mir doch der Hausverstand, du musst etwas essen - mach mal Pause". "Ja natürlich  liebe Frau" sprach der Bauer. Hungrig setzte sich der Bauer ins Gras und fing zu essen an, während sich seine Frau wieder auf den Heimweg machte. Als er gerade genüsslich vom Wasser trank und sich dachte, "das belebt die Sinne", fing sich unter ihm der Boden zu bewegen an. Der Bauer erschrak fürchterlich und sprang auf. Eine klebrige braune Gestalt kroch zwischen den Ackerfurchen heraus und fragte: "Alles Müller oder was? Warum schaust denn so?"  Der Bauer meinte: "Nein, ich heiße nicht Müller und merk dir, von meiner Jause kriegst du nichts, denn ich bin doch nicht blöd Mann" und machte ein paar schnelle Schritte rückwärts. Schon fiel er rücklings auf den Boden und das Brot flog in hohem Bogen davon. Kirchernd kroch dieses unansehnliche Wesen flink und behände zur Stelle, wo das Brot gelandet war und schnappte es sich. Der Bauer rappelte sich hoch und stürzte sich auf die Kreatur. Nie war es so wertvoll wie heute, dieses Brot. Der Bauer verfehlte jedoch sein Ziel, weil dieses Erdmanderl bereits drauf und dran war, mit dem Brot im Erdreich zu verschwinden, während es hämisch lachend rief "Geiz ist geil alter Bauer!" Da ließ sich dieser aber nicht sagen, denn er war immer fleißig, gerecht und fair gewesen. Er packte die Kreatur am Schopf und rief "weg mit dem Speck - der gehört mir" und schnappte sich den Inhalt des Brotes, der sofort in seinem Mund verschwand. In den nun offenen Mund des Wesens stopfte er das Brot und sagte: "Da, iss was G´scheits!" Verblüfft und schmatzend saßen nun Beide nebeneinander und ohne zu diskutieren, packte der Bauer ein Schokoladenstück aus, wahrscheinlich die längste Praline der Welt und teilte diese in zwei gleiche Hälften. Erstaunt machte das erdige braune Wesen den Mund weit auf, während dem Bauer ein Mundgeruch entgegenschlug, der ihn fast umwarf. "Du Schreckgespenst Du, kauf dir Rexona, das lässt dich nie im Stich" und verleiht dir Flügel". Dankbar schmiegte sich das Wesen an den Bauern und mit ihm die klebrige Erde. Der Bauer dachte sich: "Es ist verdammt hart, der Beste zu sein" und schlang einen Arm um die Kreatur.

Das war der Moment, dass dem Bauern die Augen fast aus dem Kopf fielen. Die Kreatur löste sich auf und der Bauer rief verzweifelt: "Im Falle eines Falles klebt Uhu wirklich alles". Im gleichen Moment gab es einen Knall, ein Leuchten, ein Dampfen, ein Pfauchen und Brausen. Dem Bauer schwindelte. Die Kreatur verschwand schon wieder im Erdreich und rief noch: "Ich heiße Bipa-Möbelix und kost fast nix", nur ein Brot, das ich mag, bitte jeden zweiten Tag" und schon war sie verschwunden. "Alles liebe Bipa" rief ihm der Bauer nach. Währenddessen fingen die gerade noch gesäten Pflanzenkörner zu wachsen an, trieben aus, trugen sofort Früchte und dies blieb nun für immer so. Erfreut sagte der Bauer: "Nicht mehr spar, spar, spar, alles da, da, da". Er rief seine Familie und dachte sich "herrlich, weil sie s sich wert sind". Und so lebten alle für immer glücklich und zufrieden.

 

 

Brief an ein soeben geborenes kleines Wesen!

 Lieber Moritz Franz!

Zum Ersten begrüße ich dich ganz herzlich im Leben. Obwohl du natürlich schon reich an Erfahrung bist, denn die 8 Monate bisher waren ja auch nicht ohne. Aber ich kann dir versichern, es hätte dir nicht viel Besseres passieren können, als bei diesen Eltern, die du dir ausgesucht hast, aufzuwachsen. Das wirst du schon noch merken. Es war auf jeden Fall bereits eine der wichtigsten Entscheidungen deines Lebens, als du "das Rennen" gewonnen hast. Und nun, nachdem du gut eingepackt, täglich x-mal angelächelt, gewiegt, gefüttert und von den Folgen laufend gereinigt wirst, findest du hoffentlich Zeit, dir deine Mama einmal genau anzuschauen. Zuerst einmal die Mama, denn sie wird ja in den nächsten Monaten überlebensnotwendige Grundbedürfnisse stillen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn das so halbwegs funktioniert, dann schau dich doch mal um im Zimmer. Da läuft sicherlich ein ganz netter Mann herum, der sehr bemüht ist, dich und Mama auf Händen zu tragen. Den präge dir gut ein, denn der wird dir im Laufe des Lebens noch sehr nützlich werden. Dein Papa. Zwei wichtige Gesichter, die dich nun ein Leben lang begleiten. Manchmal, das gebe ich schon zu, werden sie dich nerven und bevormunden usw. Aber die meiste Zeit ist es ein Glück, dass es sie gibt. Sie schenken dir Liebe, Geborgenheit, Vertrauen und Freude bei allem, was du erleben wirst. Ab 6 Wochen ca. gelingt dir sicherlich ein Lächeln, dann gehe nicht sparsam damit um. Die Wirkung, die du damit erzeugen kannst, wird umwerfend sein. Profitiere davon und übe fleißig. Mit keinem Schrei der Welt kannst du so viel erreichen wie mit diesem Babylächeln. Glaub mir.

Und dann kommen da noch ein paar Personen ins Spiel, die du gleich von der ersten Sekunde weg auf deine Seite ziehen solltest. Die Großeltern. Ja, ich weiß, du kannst dir darunter nichts vorstellen, aber ich erkläre sie dir halt einmal. Die sind der Zuckerguss an besonderen Tagen. Die lieben dich ebenfalls ohne WENN und ABER. Mit denen kannst du auch fast alles machen, was dir so einfällt. Die werden immer lächeln, dich drücken und abbusseln (was manchmal auch nervig werden kann) und vor allem: Sie werden immer das tun, was du gerne willst. Also bitte warmhalten! Echt ein guter Rat. Und denke voraus! Es gibt Zeiten, an denen dir das Taschengeld ausgeht. Wenn du es dir mit den Großeltern gutstehst, ist das Problem sofort gelöst. Also echt wichtig. Und wenn dir einmal etwas nicht passt im Leben und die Eltern sind vielleicht damit überfordert, dann sag es den Großeltern - die verstehen alles, beraten dich im Geheimen und stehen wie eine Armee hinter dir. Auch dann noch, wenn du pubertär (das erkläre ich dir ein anderes Mal) den Eltern und allen rundherum ziemlich auf den Geist gehst. Dann halte dich an die Großeltern. Alles, was du tun musst, damit das funktioniert, ist, jetzt im Babyalter und so ca. bis 7 Jahre der Traum deiner Eltern und Großeltern sein - dann wird dir bis 50 und darüber hinaus alles verziehen. Echt ein guter Rat - glaub mir. Also mach bitte das Beste daraus.
Ich hoffe ja stark, dass wir uns irgendwann mal persönlich treffen. Ich werde dir zuzwinkern und wir werden uns verstehen. Denn ich hab dich in mein Herz geschlossen. Nicht nur, weil ich deine Mama wirklich sehr mag, sondern auch, weil du das Enkerl von meiner besten Freundin bist. Echt ein guter Grund aber vor allem ist, weil du es bist - ein mit Sicherheit ganz besonderes kleines Wesen, das der Welt wieder Freude, Glück und Liebe bringt. Dafür danke ich dir.

Nun kann ich nur noch hoffen, dass deine Mama oder dein Papa dir diese Zeilen auch vorlesen, wenn sie zwischen Füttern, Windel wechseln, schlafen, einmal dazu die Zeit haben. Die ich ihnen wünsche. Das Leben ist ein anderes, weil du da bist, aber es ist reicher, beglückender, fröhlicher und wertvoller, weil du da bist. Lächle die Beiden für mich bitte an. Von einem Grinser von mir haben sie nämlich nur halb so viel. Schlaf gut und bis bald einmal.
Sonja

Übrigens: Wir haben uns schon zugezwinkert - und die Übereinstimmung war phänomenal.....

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