Cover und Layout von meiner Tochter Katja Berndt Ich lese gerne aus meinen bisher 5 Büchern - lade mich ein.
Cover und Layout von meiner Tochter Katja Berndt                    Ich lese gerne aus meinen bisher 5 Büchern  - lade mich ein. 

Weihnachtliches und Besinnliches

Hier lesen Sie meine weihnachtlichen Gedanken, die nicht in den Büchern vorkommen. Es fallen mir immer wieder so viele neue Ideen und Worte zu, die ich dann gerne auf dieser Seite hinterlasse, um diese an dich weiterzugeben. Ein Duplizieren ist nur unter meinem Namen erlaubt - aber man darf sich heraussuchen, was gefällt.

 

Es fragt das Kind

 

Es fragt das Kind

so in den Raum,

was Engel sind,

die man ja kaum

am Tage sieht

und in der Nacht

es einen zieht

ins Land der Träume,

auch wenn man sacht

versucht,

sie zu entdecken,

gut betucht,

man würd sich schrecken,

wenn plötzlich im kleinen

Zimmer im Dunkeln

täten zwei Engeln

erscheinen und funkeln

und vor allem,

was hätten sie zu tun,

wenn alle Leute ruhn?

 

So fragt das Kind

zur Weihnachtszeit,

weil es Fragen sind,

die auch seinerzeit

die unseren waren:

Wo sind die Engel

mit den Engelshaaren?

 

Man sagt dem Kind

zur hektischen Zeit,

als Antwort geschwind,

es täte uns leid,

dass Bräuche es sind,

die Engel uns schenken

und ohne zu denken

reden wir von steinernen

Figuren in Kirchen,

von bleiernen

Statuen auf Türchen,

 

von schwebenden Elfen

in Büchern von damals und heut,

die im Märchenbuch helfen

und keiner scheut

davor zurück,

Engel zu beschreiben

kausal mit dem Blick

auf Flügel und Schein,

ob dünn oder dick,

lieblich müssen sie sein,

basierend auf’s Schweben

und als Phantasiefiguren

weitab vom Leben – eben!

 

Sind sie echt entschwunden

oder waren nie da,

hat sie wer erfunden

und versteckt Jahr für Jahr

sie in Märchengeschichten

und zur Dekoration,

um sie zu bedichten

als Weihnachtsration?

 

Das will niemand glauben,

auch ich will das nicht,

will den Kindern erlauben,

zu erkennen ein Licht

des täglichen Lebens

im Handeln im Tun,

im dauernden Streben

nach Geld, Glück und Ruhm.

 

Denn zu sehen, wenn Engel

ein Lächeln verschenken,

sie dankbar unsere Schritte lenken,

wenn der Begriff

der Humanität,

wie ein Schiff

niemals untergeht,

wenn Nächstenliebe

keine Worthülse ist

und was uns denn bliebe,

wenn in uns nicht ist,

du Engel, der versucht

uns gut sein zu lassen,

der den, der verrucht,

versucht rettend zu fassen.

 

Ein Engel zu sein,

wie wir es sein sollen,

dazu brauchts nicht den Schein,

sondern nur „das Wollen“,

ein Herz

voller Kraft,

das himmelwärts

schafft,

nicht das Eigene zu hüten

wie den Schatz dieser Welt,

sondern auszubrüten,

was die Seele erhellt.

 

Dann tragen wir Flügel,

dann kann es sein,

dass wir Herr unserer Zügel

und von selbst kommt der Schein.

 

 

Ein kleiner brauner Teddybär

 

Ein kleiner brauner Teddybär

im Regal, das fast schon leer,

brummt vor sich hin und meint:

„Nein, heuer bin ich nicht verweint,

wenn wieder keiner will,

dass zur Zeit, die gar nicht still

mit Düften und dem Lichtermeer

und all dem Lebkuchenverzehr

sich ankündet, dass als Geschenk

ich länger nicht mehr hier rumhäng,

sondern schön eingepackt

mit Glanzpapier und goldgelackt

ich unterm reichlich

beschmückten Baume,

wie im Märchen und im Traume

läge unter Tannenzweigen,

die sich über mir verneigen,

während frohlockend Kinderaugen,

sich an meine Hülle saugen

und ich erwartungsfroh mich strecke,

während der Stern

strahlt von der Decke.

 

So denkt der Bär

und das Regal wird leer,

er wird zwar öfter angeschaut

und man sagt dann ziemlich laut:

„Nein, der nicht, das Ohr ist schief“,

das Kind meint, „Ja, weil er schlief“,

doch wird er barsch zurückgeschmissen,

wie er sich fühlt,

willst du nicht wissen.

 

Die Weihnachtslieder intensiver,

nun hängt auch schon sein Unterkiefer,

denn jeder Wurf in das Regal

erhöht des Teddybären Qual.

Er würde gerne sich verstecken

und sein Ohr und Kinn bedecken,

doch das grelle Neonlicht

erlaubt ihm diesen Ausweg nicht.

 

„Heut ist Weihnacht, Christkindtag,

den ein jedes Kind so mag,

die Geschäfte schließen bald

und wir haben aus dem Wald

noch keinen Baum,

komm schnell geschwind,

bin froh,

wenn wir hier draußen sind.“

 

So vernimmts der Teddybär,

als die Regale alle leer,

dass der Glanz der heutigen Nacht

aus ihm kein Geschenk mehr macht.

 

Dieser Umstand gibt ihm Mut,

sodass er einen Hüpfer tut,

um aus dem Regal zu springen,

nicht mal das soll Glück ihm bringen,

denn am Boden angelangt,

sich ein Schuh in ihm verfangt

und er fühlt nasskalten Schmutz

auf dem Fell als Weihnachtsputz.

 

Der kleine braune Teddybär

gibt jetzt wirklich nichts mehr her,

doch da – eine kleine Schnüffelnase,

ists ein Hund, die Frau sagt: „Hase

komm und zieh nicht so,

wo willst du hin, bleib endlich stehn,

wir wollen jetzt nach Hause gehen!“

 

Die Schnüffelnase wedelt sehr

und schleckt den Schmutz vom Teddybär,

trägt voll Umsicht ihn zur Kassa,

auch wenn sein Frauchen immer blasser.

 

Es liegt der braune Teddybär

im Schnüffelmaul glücklich und quer,

vergessen ist der ganze Schmerz,

denn er liebt nun ein Hundeherz!

 

Und die Krippe sagte dazu

 

Ich bin eine Krippe

mit Herz und Gefühl,

ich spür jede Rippe –

in mir ein Gewühl,

ich steh in dem Stall hier,

auf was warte ich bloß?

Ein Leuchten ist in mir,

meine Sehnsucht ist groß!

 

Wichtig zu sein,

nicht alleine zu bleiben,

das wünsche ich mir so,

wie wäre ich froh,

warum bin ich so klein,

muss das wirklich so sein.?

 

Hinter mir eine Kuh,

ein Esel dazu,

ein finsterer Stall

ohne Widerhall,

doch ein Hoffen in mir,

hör ich nicht die Tür?

 

Zwei Leute erscheinen,

die Frau hör ich weinen,

der Mann spricht leise

auf sonderbare Weise.

 

Sie richten das Stroh,

oh, wie bin ich jetzt froh,

ich mag diese Leute,

bleibt bei mir heute.

Maria heißt sie,

das vergesse ich nie

und Josef, der Mann,

wie der nett sein kann.

 

Nur was ist jetzt los?

Wer schreit denn da bloß?

Ganz süß diese Stimme,

ein leises Gewimme,

 

nun Wärme, ein Leuchten,

Marias Augen, die feuchten,

ich spüre das Glück,

von dem ich jetzt ein Stück.

Ich dehne mein Holz,

glänzend und stolz,

da berührt mich das Kind

wie warmer Wind,

es liegt nun in mir,

stell vor das doch dir,

wie wichtig ich bin,

bei mir liegts Jesukind drin!

 

Ich würde gern lachen,

aber dann würds erwachen,

nein, ich hülle es fein

mit meiner Strohkrippe ein,

es soll glücklich empfinden,

mich fürsorglich finden!

 

Und wie sie jetzt kommen,

all die Leute, die Frommen,

knien nieder vor mir,

aber nein, Jesus vor dir,

ein Hirte mit Licht,

wie es plötzlich gut riecht,

der Weihrauch steigt,

wenn er sich niederneigt

in meine Ritzen –

ich komme ins Schwitzen!

 

Ich danke dir so,

wie bin ich doch froh

und es musste so sein,

dass ich bin so klein,

denn glücklich habe ich daran gedacht:

Mein Jesukind –

ich wurde nur für DICH gemacht.

 

 

 

Was uns die Krippe sagt......

 

Krippen gibt es viele,

sie zeigen Gefühle

der einzelnen Figuren

aus Stoff oder Ton

und sie leben schon,

wenn sie hineingestellt

sind in diese Welt

aus Heu und Stroh

und Kitsch en gros,

sie leben vor eine Zeit,

die geschichtlich weit

entfernt und doch so nah

für alle Zeiten da,

ein Teil von uns

und wir tun´s

so gerne,

sie betrachten

und beachten.

 

Die Hirtenfiguren

repräsentieren

mit ihren Tieren

dich und mich und jene

wie ich gerne hier erwähne,

die verantwortungsbewusst

voll Freude und der Lust

am wachsamen Umgang

miteinander und

zum feinen Klang

der Aufmerksamkeit

sind stets bereit,

aufzubrechen und zu geh´n,

wenn sie ein gutes Ziel erseh´n,

jedes Alter ist hier vertreten,

wenn „hüten“ ist erbeten,

du und ich und alle hier,

sind die Hirten – einfach wir.

 

Ein Vorbild auch,

so will´s der Brauch

in dem Figurenreigen,

soll uns Mutter Maria zeigen,

die Unschuld und Reinheit

verkörpert und lebt,

sich emporhebt

über das eigene Wollen

und damit dem „Sollen“

die Kraft gibt zu leben,

weil Glaube und Treue

nicht scheue

Wegbegleiter sind

auch vom himmlischen Kind,

Maria verbindet das irdische Leben

mit dem Himmlischen eben.

 

 

Beschützend,

Maria und dem Kinde nützend,

steht Josef daneben,

mit dem Licht in der Hand,

was man oft damit verband,

dass dieses Symbol

uns aufzeigt sehr wohl

die Bedeutung dessen,

was nicht vergessen

sich als Gedanke dazu einstellt,

dass Jesus mit der Geburt unser Leben erhellt.

 

Der Esel, der Ochs,

die Myrthenbox,

die Schafe und Hunde -

ihnen liegt zugrunde

das ureigenste Gefühl,

dass warm und nicht kühl

uns lässt erahnen

gleich unseren Ahnen,

dass eine Verbundenheit,

die voll Dankbarkeit

wir das Glück wohl nennen

wir darin freudig erkennen.

 

 

Hirten, Eltern, ein Kind,

die man in jeder Krippe find´

schenken uns die Kraft,

die wiederum schafft,

dass wir entzückt

der Welt entrückt

die Engel betrachten,

die mit sachten

Blicken erkennen lassen,

was nicht ist zu fassen,

Einheit, Liebe, Vertrauen,

ein glückliches Schauen,

in dem sich jener findet,

der unsere Zukunft begründet,

im Verbund mit den Königen

vor allem denjenigen,

deren Hautfarbe egal,

denn schmal

und einfach zugleich

gilt es, dieses Glück

im Blick

vom kleinen Wesen

zu lesen,

das groß und weit

nach Liebe schreit

für diese Welt,

deren Sicht ist verstellt -

das und noch vieles mehr,

„schau einfach her“

sagt uns das kleine Jesukind,

das Last und Not streift wie ein Wind,

um zu retten, was in uns ist,

was wertvoll uns daran misst,

wie wir leben, wie wir sind,

was wir geben, welche Sünd`

wir nach unseren Lebenstagen

zu berichten oder zu beklagen haben.

 

 

 

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Copyright Sonja Pistracher